Führungskräftetrainings und Seminare zum Thema Mitarbeiterführung sind unbeliebt. Geschäftsführer geben lieber Geld in Weiterbildungsbudgets für Seminare und Workshops, in denen die Verwendung von technischen Systemen und die Digitalisierung von Produktionsprozessen sowie die Optimierung von Workflows geschult werden. Führungsthemen gelten als „soft“. Die Kenntnis und die Beherrschung von Methoden der Mitarbeiterführung werden bei der Vergabe von Managementpositionen häufig als selbstverständlich vorausgesetzt.

Mangelnde Kommunikation gefährdet Ziele und Ergebnisse

Dass diese Sichtweise nicht richtig ist, zeigt der Alltag in Unternehmen. Allzu häufig gefährden mangelnde Kommunikation im Team und fehlendes Verständnis für Mitarbeiter die Erreichung von Zielen und Ergebnissen. Praktikable Führungsmethoden ergeben sich, ebenso wie effiziente Content Strategien, nicht von selbst; sie müssen geschult und trainiert werden. So wie auch Lehrer nicht didaktisches Wissen und pädagogisches Geschick in die Wiege gelegt bekommen, sondern erfahren und lernen müssen.

Kein technisches System ist so komplex wie der Mensch

Doch auch Berater umschiffen bei der Erledigung ihrer Aufträge gerne das Thema „Mensch“. Im Coaching von Modellen und Systemen fühlen sie sich sicher, diese funktionieren auf der Grundlage logischer Strukturen. Überdies lassen sich Modelle und Systeme für die Mehrfachverwendung problemlos schablonieren und duplizieren – der Recherche- und Anpassungsbedarf ist gut kalkulierbar und muss von Fall zu Fall lediglich leicht skaliert werden. Damit kann Geld verdient werden, ohne die Beratung von Kunden allzu individuell gestalten zu müssen. Wenn Mitarbeiter mit neuen Systemen und Verfahren nicht zurecht kommen und/oder sich nicht die prognostizierten Ergebnisse einstellen – dann liegt das aus Sicht der meisten Berater nicht am System und nicht am Training, sondern an der Qualifikation oder Motivation der Mitarbeiter selbst.

Oft genug ist das schlichtweg falsch. Die menschliche Natur ist komplex, viel komplexer als jede Technik und jedes Verfahren. Am offensichtlichsten wird das bei Change-Management-Aufträgen in Unternehmen. Der große Menschenkenner und russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski hat einmal gesagt: „Vor nichts fürchtet sich der Mensch so sehr wie vor Veränderungen.“ Auf den ersten Blick irrational wirkende Verhaltensmuster wie beispielsweise die Vermeidung oder Denunziation der geplanten Optimierung von Workflows sind deshalb nicht selten.

Ohne Motivation keine Veränderung!

In solchen Fällen mangelt es vor allem an der nötigen Motivation: ohne Motivation keine Veränderung! Dabei entsteht Motivation aus Erkenntnis, Einsicht und aus der Bereitschaft, Dinge anders zu tun und neue Möglichkeiten auszuprobieren.

Sowohl Geschäftsführer und Manager als auch Berater haben dabei jedoch nur dann Erfolg, wenn sie sich mit ihren Teams beschäftigen und sich für die Erfahrungen und persönlichen Einstellungen von Mitarbeitern interessieren. Dazu ist eine konkrete TeamAnalyse erforderlich, die aus fünf einzelnen Schritten besteht.

Denn Systeme, Techniken und Verfahren sind von und für Menschen gemacht – nicht umgekehrt!

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