Ein (1) Millimeter, der die Welt bedeutet?

Bild: Fotolia
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Sie wissen es sicher schon, vielleicht fiebern Sie sogar darauf hin: am Mittwoch dieser Woche wird Apple-CEO Tim Cook den Jüngern des angebissenen Apfels aus dem digitalen Paradies wieder die Neue Frohe Botschaft übermitteln. Richtig: Die übernächste iPhone-Generation scharrt bereits mit den Hufen – nach dem aktuellen iPhone 6s will der IT-Gigant aus Cupertino seine Gläubigen mit der 7er-Version beglücken. Die Eucharistie, die bis zum Release des kommenden Telefoninos, wie man in Italien zum Handy sagt, mindestens bis Mitte 2016 währen dürfte, nimmt ihren Anfang. Das wird ein Weihrauchkesselgeschwenke und Rezitieren frommer Worte bis dahin geben!

Ich weiß ja nicht, wie’s Ihnen geht, doch langsam aber sicher fühle ich mich mitunter schon wie der berühmte Esel, dem die Wurst (oder besser: der Hafer) vor die Nase gehalten wird, auf dass er doch bitteschön losgaloppiere. Wohin die Reise geht, und wohin uns die Damen und Herren von Apple, Google, Microsoft & Co. am liebsten hinlaufen sehen möchten, ist klar: in ihre Stores und Webshops, um das jeweils aktuelle Produkt mit leuchtenden Augen und glühenden Wangen zu erstehen.

Warum eigentlich? 

Nach (wie üblich) best informierten Insiderberichten heißt es, dass das im technischen Geburtskanal rotierende iPhone 7 mit mindestens einem brandneuen Feature glänzen wird: es soll angeblich noch um einen satten Millimeter dünner werden.

So. Und jetzt atmen Sie mal ganz tief durch. Ja, ist es denn die Möglichkeit? Geht’s noch? Das ist ja atemberaubend! Im Ernst: Das kommende iPhone 7 wäre damit so dünn wie das aktuelle iPad Air 2 und der neue iPod touch.

Innovation neu definiert

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich bin selbst ein ausgemachter Apple-Freak. Ich betrachte den verstorbenen Steve Jobs als einen hochbegabten Technik-Pionier, der die Vokabel „Innovation“ neu definiert hat, und ich gebe zu, dass ich meinen Apple-Park liebe und die ungezählten einfach genialen und so herrlich intuitiv zu bedienenden Features enorm schätze.

Aber auch ich bin nicht dazu bereit, mich ständig durch’s Gelände hetzen und das Gefühl einflüstern zu lassen, ich sei rückständig und aus der Welt gefallen, wenn ich nicht das jeweils brandneue iPhone-, iPad-, iPod-, MacBook- oder iMac-Modell besitze. No, Sir. Mindestens eine Generation lasse ich jeweils  aus. Und erst, wenn ich selbst den Eindruck habe, dass Prozessorleistung, Grafik, Kamera etc. neuen Anforderungen und immer mächtiger werdenden Softwarepakten nicht mehr so ganz gerecht werden, trenne ich mich von einem Gerät und – folge der Wurst.

Ich halte das nicht für unvernünftig. Aber gut: Ich bin ja auch kein Apple-Aktionär, dem die Innovationszyklen noch viel zu langsam gehen…

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